Gastbeitrag: Leistungssportler vertrauen immer mehr auf Osteopathie

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Alleine bei Olympia 2012 betreuten über 100 Osteopathen Athleten in mehr als 40 Sportarten und auch sonst hört man immer häufiger, dass Leistungssportler mit einem Osteopathen unterwegs sind. Kein Wunder, denn wer im Leistungssport bei einem Wettkampf alles geben möchte, der ist darauf angewiesen, dass Körper und Geist zu 100 % funktionieren.

Die Frage, die sich nun stellt, ist, wie ein Osteopath dabei helfen kann, einen Sportler leistungsfähiger zu machen. Voraussetzung für einen Spitzensportler ist, dass alles ganz genau aufeinander abgestimmt ist. Das fängt an beim körperlichen Training und seiner Technik und geht hin bis zum individuellen Ernährungsplan. Auch die mentale Fitness ist nicht zu unterschätzen. Der Körper des Leistungssportlers muss optimal trainiert und vollkommen funktionsfähig sein. Die Osteopathie kann ihm dabei helfen, dass die Körpersysteme genaustens aufeinander abgestimmt sind und optimal zusammenwirken – die Voraussetzung für Höchstleistungen.

Osteopathie als Präventionsmaßnahme

Dysbalancen, Fehlhaltungen und Funktionsstörungen sind bei Leistungssportlern keine Seltenheit. Diese können jedoch durch eine osteopathische Behandlung korrigiert werden, um so Überbelastungen von Strukturen oder gar Verletzungen effektiv vorzubeugen.

Die Osteopathie hat außerdem Einfluss auf die Regenerationsfähigkeit des Körpers: Sie hilft, die Regeneration zu beschleunigen und zu verbessern. Die Grundlage für ein höheres Leistungsniveau ist geschaffen.

Osteopathie steigert Koordination und Leistungsfähigkeit

Vor allem Sportler sind darauf angewiesen, dass ihr Herzkreislaufsystem optimal arbeitet. Sie benötigen zudem ein hohes Lungenvolumen und einen Bewegungsapparat, der sehr gut funktioniert.

Funktionsstörungen schränken den Sportler ein. Werden aber beispielsweise Funktionsstörungen an den Rippen oder der Wirbelsäule durch den Osteopathen behandelt, so kann das Atemvolumen wieder gesteigert werden, was vor allem für Ausdauersportler sehr wichtig ist.

Verliert der Sportler an Elastizität oder leidet er an Einschränkungen der Gelenkkapseln, führt das oft zu Störungen in den Rezeptoren. Da es die Aufgabe der Rezeptoren ist, Informationen über die Gelenkstellung an das Nervensystem weiterzuleiten, wird diese Funktion durch Störungen der Rezeptoren eingeschränkt. Das führt dazu, dass auch intensiv geübte und längst verinnerlichte Bewegungsabläufe nicht mehr einwandfrei ausgeführt werden können und die Koordinationsfähigkeit allgemein eingeschränkt ist. Das System des Körpers ist aus dem Gleichgewicht. Dieses Gleichgewicht können Osteopathen mit diversen Methoden und unterschiedlichen Techniken wieder herstellen, wodurch Koordination und Leistung verbessert werden.

Nach Sportverletzungen aktiviert die Osteopathie Selbstheilungskräfte

Eine Belastung im Grenzbereich ist bei Sportarten alles andere als selten. Kommt es dabei zu Verletzungen, so ist das für einen Leistungssportler nicht nur ein gesundheitliches Problem, sondern auch ein finanzielles, weswegen Ausfälle sehr ungünstig sind.

Der Osteopath ist in der Lage, sehr viele Verletzungen erfolgreich zu behandeln. Sinnvoll ist auch eine Zusammenarbeit von Osteopathen und Schulmedizinern. Dabei kann die Osteopathie die Selbstheilungskräfte des Körpers verbessern und die Genesung beschleunigen, indem Strukturen am Bewegungsapparat, den Faszien, den Organen und des Nervensystems gezielt behandelt werden.

Unbewusste Kompensation

Unser Körper versucht oft, kleinere Verletzungen zu kompensieren, indem er sich anpasst und neue Komfortzonen sucht. Dabei kommt es zu Ausweichbewegungen, die die entsprechenden Stellen entlasten. Doch das hat mitunter starke Auswirkungen auf andere Strukturen des Körpers, Erstrecht, wenn der Körper nicht mehr nur eine Sache, sondern gleich mehrere zu kompensieren hat. Ist eine Kompensation dann irgendwann nicht mehr möglich, treten die ersten Schmerzen und Beschwerden auf. Eine sichtbare Verletzung ist dann oft nicht vorhanden. In diesem Fall kann die Osteopathie helfen.

Fazit:

Ziel von Sportmedizin und Sportwissenschaft ist es, die sportliche Leistungsfähigkeit zunehmend zu steigern, wobei sie häufig an Grenzen stoßen. Um diese Grenzen zu überwinden, werden zahlreiche verschiedene Methoden verwendet, die nicht immer legal sind und sogar eine Gefährdung der Gesundheit der Sportler wird teilweise in Kauf genommen.

Doch es gibt auch Wege, die Leistungsfähigkeit auf legale und vor allem gesunde Weise zu fördern und zu steigern. Eine Möglichkeit dazu ist die Osteopathie, die das Zusammenspiel von Muskeln, Gelenken und Nerven optimieren und die Versorgung des Körpers mit Flüssigkeiten verbessern kann. Dabei ist die Osteopathie natürlich nicht nur für Leistungssportler, eine hervorragende Möglichkeit, ihre Leistungsfähigkeit und Gesundheit zu halten oder gar zu verbessern. Auch Freizeitsportler können von der Osteopathie profitieren.

Ein Gastbeitrag von:

Rohit Mathur – Personaltrainer, Heilpraktiker und Osteopath   http://www.osteovital.net

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